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	<description>Compliance Strategie, Tools &#38; Best Practice</description>
	<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 13:47:26 +0000</pubDate>
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		<title>Kostenloser Online-Check zur IT-Compliance</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 22:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

		<category><![CDATA[Checkliste]]></category>

		<category><![CDATA[IT-Compliance]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fachhochschule St. Gallen (FHS) bietet seit kurzem im Internet eine interessante Hilfestellung zum Thema IT-Compliance an. Unter der Adresse www.it-compliance-check.ch kann man dabei in ca. 15 Minuten kostenlos und anonym den Status und die Risiken der eigenen IT-Compliance analysieren.  Dies geschieht mit Hilfe eines Fragenkataloges, der jeweils zu den Themen &#8220;Compliance&#8221;, &#8220;Datenschutz&#8221; und &#8220;IT-Sicherheit&#8221; angeboten wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Fachhochschule St. Gallen (FHS) bietet seit kurzem im Internet eine interessante <strong>Hilfestellung zum Thema IT-Compliance</strong> an. Unter der Adresse <a href="http://www.it-compliance-check.ch"><strong>www.it-compliance-check.ch</strong></a> kann man dabei <strong>in ca. 15 Minuten kostenlos und anonym den Status und die Risiken der eigenen IT-Compliance analysieren</strong>.  Dies geschieht mit Hilfe eines Fragenkataloges, der jeweils zu den Themen &#8220;Compliance&#8221;, &#8220;Datenschutz&#8221; und &#8220;IT-Sicherheit&#8221; angeboten wird. Als Ergebnis erh&#228;lt man eine Auswertung, inwieweit hinsichtlich der eigenen IT-Compliance Handlungsbedarf besteht.<span id="more-408"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Sicherlich stellt ein derartiger Selbsttest keinen Ersatz f&#252;r eine eingehende Analyse des eigenen Unternehmens dar. Dennoch kann sie vor allem f&#252;r die erste Besch&#228;ftigung mit IT-Compliance einen wichtigen Ansatzpunkt bieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dieser auf IT-Compliance bezogenen Checkliste gibt es im Internet eine Reihe weiterer, meist ebenfalls kostenlosen, Richtlinien, Checklisten oder Selbsttests. <a href="http://compliancer.de/home/tools/tools-fokus-anti-korruption/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Klicken Sie hier</a> f&#252;r eine &#220;bersicht von elf derartigen Tools zum Thema Anti-Korruption und <a href="http://compliancer.de/home/tools/tools-umfassende-compliance/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">klicken Sie hier</a> f&#252;r eine &#220;bersicht von drei weiteren Tools zum Thema Compliance.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2010-01-18%2Fcheckliste-it-compliance%2F&amp;linkname=Kostenloser%20Online-Check%20zur%20IT-Compliance" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension: Korruptionscontrolling in &#246;ffentlichen und privaten Unternehmen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 23:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[korruptionscontrolling]]></category>

		<category><![CDATA[literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[J&#252;rgen Stierle:
Korruptionscontrolling in &#246;ffentlichen und privaten Unternehmen
Rainer Hampp Verlag: 2008
ISBN: 978-3-86618-244-8
205 Seiten, 24,80 Euro
Zu beziehen z.B. &#252;ber Amazon
Mit diesem Buch legt J&#252;rgen Stierle eine Ausarbeitung zu einem der derzeit spannendsten Themen der betriebswirtschaftlichen Korruptionsforschung vor. Wenn auch in dem vorliegenden Werk die Anordnung der Themen nicht immer einer klaren Logik folgt, so vermag es Unternehmensberater Stierle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-401" title="stierle" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/12/stierle.jpg" alt="stierle" width="113" height="160" /><strong>J&#252;rgen Stierle:<br />
Korruptionscontrolling in &#246;ffentlichen und privaten Unternehmen</strong></p>
<p>Rainer Hampp Verlag: 2008<br />
ISBN: 978-3-86618-244-8<br />
205 Seiten, 24,80 Euro</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866182449?ie=UTF8&amp;tag=compliancer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3866182449" target="_blank">Zu beziehen z.B. &#252;ber Amazon</a></p>
<p style="text-align: justify;">Mit diesem Buch legt J&#252;rgen Stierle eine Ausarbeitung zu einem der derzeit spannendsten Themen der betriebswirtschaftlichen Korruptionsforschung vor. Wenn auch in dem vorliegenden Werk die Anordnung der Themen nicht immer einer klaren Logik folgt, so vermag es Unternehmensberater Stierle dennoch, mit seinem eing&#228;ngigen Stil die organisatorischen Gr&#252;nde von Korruption in Unternehmen und m&#246;gliche Strategien zu deren Bek&#228;mpfung pr&#228;gnant zu vermitteln. <span id="more-397"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem die ausf&#252;hrliche Definition von Korruption und deren Erscheinungsformen bietet allen, die sich mit dem Themenbereich das erste Mal besch&#228;ftigen, eine gute Einf&#252;hrung. Im Weiteren werden externe und interne Stellhebel des Korruptionscontrollings sowie m&#246;gliche Instrumente knapp und pr&#228;zise dargestellt. Die zahlreichen Quellenangaben weisen auf eine sorgf&#228;ltige Recherche des Autors hin. Nur auf die naheliegenden Fragen nach branchen- und unternehmensspezifischen Besonderheiten solcher Instrumente bleibt Stierle leider eine Antwort schuldig. Grunds&#228;tzlich ist anzumerken, dass die vom Autor als „innovative Ergebnisse&#8221; (S.187) angepriesenen Erkenntnisse f&#252;r Einsteiger sicherlich interessant sind, f&#252;r Experten allerdings wenig Neuigkeitswert besitzen d&#252;rften. Auch erscheinen die das Ende von Stierles Ausf&#252;hrung bildenden Praxisbeispiele etwas zuf&#228;llig gew&#228;hlt. W&#228;hrend der Umschlagtext noch VW und Siemens als Beispiele f&#252;r Bestechungsf&#228;lle anf&#252;hrt, erl&#228;utern die Fallstudien das Korruptionscontrolling der „Emschergenossenschaft / Lippeverband&#8221; sowie der Stadt Osnabr&#252;ck. W&#228;hrend den &#246;ffentlichen Unternehmen mit diesen (durchaus instruktiven) Fallstudien ein ganzes Kapitel gewidmet ist, ist von den im Titel erw&#228;hnten privaten Unternehmen hier leider &#252;berhaupt nicht die Rede.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Ganzen erscheinen die Erkenntnisse von gr&#246;&#223;erer Relevanz f&#252;r &#246;ffentliche Unternehmen und nur wenig auf die Privatwirtschaft zugeschnitten. Hervorzuheben ist noch ein umfassendes Literaturverzeichnis, welches dem geneigten Leser viele Ankn&#252;pfungspunkte bietet, sich allerdings auf Publikationen aus dem deutschen Sprachraum beschr&#228;nkt. Zudem: Bis auf eine Ausnahme sind die Quellen und Beispiele mindestens f&#252;nf Jahre alt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusammenfassend kann das Buch vor allem interessierten „Einsteigern&#8221; in die Thematik ohne weiteres empfohlen werden. Alle, die an aktuellen, auch f&#252;r die Privatwirtschaft relevanten Erkenntnissen interessiert sind und sich bereits vorher mit der Thematik auseinander gesetzt haben, werden in Stierles Ausf&#252;hrungen dagegen wenig Neues finden k&#246;nnen.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2009-12-22%2Frezension-korruptionscontrolling-in-oeffentlichen-und-privaten-unternehme%2F&amp;linkname=Rezension%3A%20Korruptionscontrolling%20in%20%26%23246%3Bffentlichen%20und%20privaten%20Unternehmen" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Haftungsprobleme durch E-Mails als CC</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-12-01/haftungsprobleme-durch-emails-als-c/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 21:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

		<category><![CDATA[compliance]]></category>

		<category><![CDATA[e-mail]]></category>

		<category><![CDATA[haftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Besonders in gr&#246;&#223;eren Unternehmen ist es f&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte bei der heutigen Flut an Nachrichten im elektronischen Postfach kaum mehr m&#246;glich, alle E-Mails auch tats&#228;chlich gr&#252;ndlich zu lesen. Jeder will sich nach allen Seiten absichern und setzt im Zweifel lieber noch ein paar Vorgesetzte mehr auf CC.
Wie das Hamburger Abendblatt nun berichtet, bergen diese vom Empf&#228;nger oft unversehens gel&#246;schten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="csc-header csc-header-n1" style="text-align: justify;"><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-385" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/12/email-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></em>Besonders in gr&#246;&#223;eren Unternehmen ist es f&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte bei der heutigen Flut an Nachrichten im elektronischen Postfach kaum mehr m&#246;glich, alle E-Mails auch tats&#228;chlich gr&#252;ndlich zu lesen. Jeder will sich nach allen Seiten absichern und setzt im Zweifel lieber noch ein paar Vorgesetzte mehr auf CC.</div>
<p style="text-align: justify;">Wie das <a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1286058/CC-Mails-beschaeftigen-jetzt-auch-Gerichte.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a> nun berichtet, <strong>bergen diese vom Empf&#228;nger oft unversehens gel&#246;schten E-Mails aber erhebliche Gefahren in sich</strong>. Ein Manager haftet dann n&#228;mlich mit, wenn er von einer Straftat Kenntnis erlangt und nichts dagegen unternommen hat. Dies kann m&#246;glicherweise bereits dadurch belegt werden, dass er eine Mail in CC erhalten hat und eine (oft automatisch voreingestellte) Lesebest&#228;tigung zur&#252;ck gesendet hat. Die Rechtsprechung ist noch nicht eindeutig, eine Gefahr besteht aber ohne Zweifel bereits heute.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt allerdings einfache M&#246;glichkeiten, dieses Risiko zu minimieren.</strong><span id="more-383"></span></p>
<div class="csc-header csc-header-n1" style="text-align: justify;">Im E-Mailprogramm kann eingestellt werden, dass Lesebest&#228;tigungen nicht mehr automatisch, sondern nur noch auf ausdr&#252;ckliche Erlaubnis des Empf&#228;ngers zur&#252;ck gesendet werden. Diese Best&#228;tigung sollte nur dann geschehen, wenn auch tats&#228;chlich der Inhalt voll gelesen und wahrgenommen wurde.</div>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere M&#246;glichkeit ist die Ver&#228;nderung der &#8220;Mailkultur&#8221; des Unternehmens. CC sollte nur Kollegen gesetzt werden, die tats&#228;chlich direkt mit dem Thema etwas zu tun haben. Dies sollte auf einen kleinen Kreis beschr&#228;nkt bleiben, gro&#223;e Verteiler zur Absicherung nach allen Seiten sollten der Vergangenheit angeh&#246;ren. Sie verstopfen nicht nur die Mailboxen vieler Unbeteiligten, sie f&#252;hren noch dazu wie oben beschrieben zu einem Haftungsrisiko.</p>
<p style="text-align: justify;">JJE2WFE7WPUF</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Compliance nach dem BilMoG - Was wird anders?</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-11-22/compliance-nach-dem-bilmog/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
		<comments>http://compliancer.de/home/2009-11-22/compliance-nach-dem-bilmog/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 17:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Staat]]></category>

		<category><![CDATA[bilmog]]></category>

		<category><![CDATA[compliance]]></category>

		<category><![CDATA[dcgk]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit ist das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) in aller Munde. Mit dem Gesetz werden in Deutschland Vorgaben der Europ&#228;ischen Union (die sogenannte Euro-SOX) umgesetzt. Betroffen sind von diesen Vorschriften alle kapitalmarktorientierten Unternehmen. Auswirkungen haben die neuen Regelungen auch f&#252;r Compliance. Die Experten sind allerdings geteilter Meinung, ob dadurch tats&#228;chlich erhebliche &#196;nderungen f&#252;r die typischen Aufgaben der Compliance-Organisation notwendig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="TEXT-ALIGN: justify">Derzeit ist das <strong>Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG)</strong> in aller Munde. Mit dem Gesetz werden in Deutschland Vorgaben der Europ&#228;ischen Union (die sogenannte Euro-SOX) umgesetzt. Betroffen sind von diesen Vorschriften alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalmarktorientiertes_Unternehmen" target="_blank">kapitalmarktorientierten Unternehmen</a>. Auswirkungen haben die neuen Regelungen auch f&#252;r Compliance. Die Experten sind allerdings geteilter Meinung, ob dadurch tats&#228;chlich erhebliche &#196;nderungen f&#252;r die typischen Aufgaben der Compliance-Organisation notwendig werden. Wichtig sind folgende Punkte bzw. Konkretisierungen: <span id="more-377"></span></p>
<ul style="TEXT-ALIGN: justify">
<li><strong>Entsprechungserkl&#228;rung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)</strong>: Mit Einf&#252;hrung des Gesetzes m&#252;ssen Vorstand und Aufsichtsrat nun nicht zur mitteilen, sondern genau begr&#252;nden, warum sie einzelne Empfehlungen des DCGK nicht einhalten. Da es keine &#220;bergangsregelung gibt, m&#252;ssen Entsprechungserkl&#228;rungen um diese Begr&#252;ndung aktualisiert werden. Dies muss umgehend geschehen, nicht erst mit Erstellung des n&#228;chsten Berichts. (<a href="http://www.handelsblatt.com/corporate-governance-die-frage-nach-dem-warum;2480064;0" target="_blank">Siehe z.B. auch hier</a>)</li>
<li><strong>Weitere Berichterstattung im Lagebericht</strong>: Es besteht nun eine ausdr&#252;ckliche Pflicht, eine Erkl&#228;rung zu Unternehmensf&#252;hrung sowie zum  internem Kontroll- und Risikomanagementsystem abzugeben. Compliance-Ma&#223;nahmen verstehen sich als Teil dieses Systems, m&#252;ssen daher in Zukunft auch berichtet und im Rahmen der Abschlusspr&#252;fung gepr&#252;ft werden.</li>
<li><strong>Pr&#252;fungsausschuss</strong>: Hier muss neuerdings mindestens ein Mitglied unabh&#228;ngig sein und &#252;ber Sachverstand in Rechnungslegung oder Abschlusspr&#252;fung verf&#252;gen. Der Pr&#252;fungsausschuss ist auch f&#252;r die &#220;berwachung der Internen Kontrollen, des Risikomanagements und damit auch der Compliance-Organisation zust&#228;ndig (auf regelm&#228;&#223;ige Berichte des Vorstandes).</li>
</ul>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">W&#228;hrend das BilMoG f&#252;r andere Bereiche teilweise aufw&#228;ndige &#196;nderungen bedeutet, d&#252;rften bei den meisten Unternehmen dadurch f&#252;r den Compliance-Bereich keine erheblichen Modifizierungen notwendig werden. Dies unterscheidet sich aber nat&#252;rlich erheblich je nach Ausrichtung und Aufgabenumfang der jeweiligen Compliance-Abteilung. In jedem Fall sollten die bestehenden Compliance-Systeme und deren Berichterstattung kritisch hinsichtlich der &#220;bereinstimmung mit dem BilMoG gepr&#252;ft werden.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify"><a href="http://bmj.de/files/-/3691/bilmog_gesetz_bundesgesetzblatt.pdf" target="_blank"><strong>Zum Text des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG)</strong></a><strong><br />
</strong><a href="http://bmj.de/enid/8780549f43484c0b275ae54b441dbdd4,182651706d635f6964092d0935393433093a0979656172092d0932303039093a096d6f6e7468092d093035093a095f7472636964092d0935393433/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html" target="_blank"><strong>Zur Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz zum BilMog</strong></a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2009-11-22%2Fcompliance-nach-dem-bilmog%2F&amp;linkname=Compliance%20nach%20dem%20BilMoG%20-%20Was%20wird%20anders%3F" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist Untreue eine Frage der Pers&#246;nlichkeit?</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-11-14/ist-untreue-eine-frage-der-persoenlichkeit/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 21:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[red flag]]></category>

		<category><![CDATA[untreue]]></category>

		<category><![CDATA[warnsignal]]></category>

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		<description><![CDATA[Fraud-Experten gehen seit einiger Zeit davon aus, dass anhand einer H&#228;ufung bestimmter pers&#246;nlicher Merkmale und Eigenschaften die Betrugsneigung von Mitarbeitern abgesch&#228;tzt werden kann. Diese Warnsignale werden als &#8220;Red Flags&#8221; bezeichnet. Die Betrugsgefahr kann man demnach mit einer einfachen Formel herleiten: Je mehr an bestimmten Eigenschaften ein Mitarbeiter auf sich vereint, desto h&#246;her ist dessen statistisches Risiko, in betr&#252;gerische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 14.25pt;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-346" title="RedFlag" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/11/redflag3-150x150.jpg" alt="RedFlag" width="150" height="150" />Fraud-Experten gehen seit einiger Zeit davon aus, dass <strong>anhand einer H&#228;ufung bestimmter pers&#246;nlicher Merkmale und Eigenschaften die Betrugsneigung von Mitarbeitern abgesch&#228;tzt werden kann</strong>. Diese Warnsignale werden als <strong>&#8220;Red Flags&#8221; </strong>bezeichnet. Die Betrugsgefahr kann man demnach mit einer einfachen Formel herleiten: Je mehr an bestimmten Eigenschaften ein Mitarbeiter auf sich vereint, desto h&#246;her ist dessen statistisches Risiko, in betr&#252;gerische Handlungen verstrickt zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Eines der einflussreichsten und sehr empfehlenswerten B&#252;cher zu diesem Thema ist   &#8221;Essentials of Corporate Fraud&#8221; (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/047019412X?ie=UTF8&amp;tag=compliancer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=047019412X" target="_blank">auf englisch, ab 18,75 Euro</a>), welches von der US-Expertin Tracy Coenen verfasst wurde. Ihrer Ansicht nach sind unter anderem ein Zusammentreffen mehrerer der folgenden Merkmale in Arbeitsverhalten, Einstellung und Lebensstil m&#246;gliche Anzeichen f&#252;r eine erh&#246;hte Betrugsneigung des Mitarbeiters:<span id="more-342"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Arbeitsverhalten</strong><br />
1. Widerstand gegen die Abgabe von eigenen Aufgaben an Kollegen, kurzfristig (z.B. w&#228;hrend Urlaub) und langfristig (z.B. Job Rotation)</p>
<p style="text-align: justify;">2. Lange Arbeitsstunden, vor allem auch mit Zeiten alleine ohne Kollegen am Arbeitsplatz, fr&#252;hmorgen, sp&#228;tabends oder am Wochenende (=ohne Beobachtung).</p>
<p style="text-align: justify;">3. Bereits l&#228;ngere tendenziell unver&#228;nderte T&#228;tigkeit im Unternehmen (zur genauen Kenntnisse der Abl&#228;ufe und deren L&#252;cken)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Pers&#246;nliche Einstellung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">4. Allgemeiner niedriger ethischer Standard, kein starkes Werteempfinden</p>
<p style="text-align: justify;">5. Unzufriedenheit mit dem Job bez&#252;glich hohem Selbstbild und nicht entsprechender Fremdwahrnehmung</p>
<p style="text-align: justify;">7. Pers&#246;nliche finanzielle Schwierigkeiten durch Lebensstil oberhalb der eigentlichen M&#246;glichkeiten</p>
<p>8. Abh&#228;ngigkeiten (Drogen, Spielsucht, Alkohol,&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify;">9. Instabilit&#228;t der pers&#246;nlichen Lebensumst&#228;nde</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Einen aktuellen Fall eines der Untreue verd&#228;chtigten Mitarbeiters berichtet die </strong><a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Illertissen/Lokalnachrichten/Artikel,-Evobus-Affaere-Frau-spielte-wichtige-Rolle-_arid,1972829_regid,2_puid,2_pageid,4498.html" target="_blank">Augsburger Allgemeine</a>. Bei dem dort geschilderten Verhalten des Mitarbeiters lassen sich gleich mehrere der oben beschriebenen &#8220;Red Flags&#8221; beobachten: Nach den Informationen der Zeitung arbeitet er bereits seit 13 Jahren in dem Unternehmen (3). Er soll sich in seinem Privatleben &#8220;gro&#223;spurig (5) und spendabel (7)&#8221; verhalten haben. So soll er z.B. in einem Ulmer &#8220;Animierschuppen&#8221; einem ausschweifendem Lebensstil gefr&#246;nt und regelm&#228;&#223;ig mehr als 5.000,- Euro ausgegeben haben (7). Er hatte zudem einem anderen Mann gerade dessen Frau ausgespannt, worauf dieser &#8220;sehr sauer&#8221; reagiert habe (9).</p>
<p style="text-align: justify;">F&#252;r die anderen oben beschriebenen Merkmale lassen die Informationen der Augsburger Allgemeinen kein Urteil zu. Es w&#252;rde aber nicht &#252;berraschen, wenn mehrere auch auf den Mitarbeiter zutr&#228;fen. Selbstverst&#228;ndlich lassen sich aus mehreren dieser Red Flags bei einem Mitarbeiter nicht mit Sicherheit dessen Hang zu Betrug und Untreue ableiten. Dennoch zeigen sie klare Risikomerkmale auf, f&#252;r die F&#252;hrungskr&#228;fte sensibilisiert und denen im Tagesgesch&#228;ft erh&#246;hte Aufmerksamkeit geschenkt werden kann. </p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.allbusiness.com/4969077-1.html" target="_blank">Klicken Sie hier f&#252;r ein <strong>interessantes Interview (Podcast) mit Tracy Coenen</strong> &#252;ber die oben beschriebenen Red Flags (auf englisch).</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wirtschaftskriminalit&#228;t im Kino - &#8220;Der Informant&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 22:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[film]]></category>

		<category><![CDATA[wirtschaftskriminalität]]></category>

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		<description><![CDATA[Echte F&#228;lle von Betrug, Unterschlagung und Wirtschaftskriminalit&#228;t finden sich derzeit viele in den Medien. Manche davon schaffen es sogar bis nach Hollywood. Ein sehr empfehlenswertes Beispiel daf&#252;r ist der auf einem echten Fall basierende Film &#8220;Der Informant&#8221; von Steven Soderbergh, der seit dem 5. November in den deutschen Kinos l&#228;uft.
Darin spielt Oscarpreistr&#228;ger Matt Damon den Biotechniker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-322" title="Der_Informant" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/11/der_informant_plakat2.jpg" alt="Der_Informant" width="124" height="175" />Echte F&#228;lle von Betrug, Unterschlagung und Wirtschaftskriminalit&#228;t finden sich derzeit viele in den Medien. Manche davon schaffen es sogar bis nach Hollywood. Ein sehr empfehlenswertes Beispiel daf&#252;r ist der auf einem echten Fall basierende Film <strong>&#8220;Der Informant&#8221; von Steven Soderbergh, der seit dem 5. November in den deutschen Kinos l&#228;uft</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Darin spielt Oscarpreistr&#228;ger Matt Damon den Biotechniker Marc Whitacre, F&#252;hrungskraft bei einem Landwirtschaftsunternehmen in den USA. Als dieser von illegalen Preisabsprachen seines Unternehmens erf&#228;hrt, wird er zum Whistleblower und schaltet die Beh&#246;rden ein. <span id="more-323"></span>Da seine Aussage alleine nicht zu einer Verurteilung des Unternehmens reicht, stellt sich Whitacre f&#252;r das FBI f&#252;r verdeckte Ermittlungen zur Verf&#252;gung. Im Laufe dieser findet er  an seiner Rolle als &#8220;Geheimagent&#8221; zunehmend Gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Einzelk&#228;mpfer f&#252;r Recht und Ordnung hat jedoch selbst keineswegs eine wei&#223;e Weste. Das aber versucht er nat&#252;rlich gegen&#252;ber den Beh&#246;rden zu vertuschen. Seine Geschichten und Intrigen laufen jedoch v&#246;llig au&#223;er Kontrolle, am Ende hat er selbst zwei Millionen Dollar aus der Firmenkasse entwendet und landet im Gef&#228;ngnis. Ein spannender und sehr unterhaltsamer Film, bei dem viele Eigenschaften von Wirtschaftskriminalit&#228;t und deren Akteure in Unternehmen &#252;berzeichnet dargestellt und dadurch sehr deutlich werden. Ein Kinobesuch eignet sich daher auch besonders f&#252;r alle, die sich sonst t&#228;glich mit Wirtschaftskriminalit&#228;t, Untreue, Betrug und sonstigen Verfehlungen in Unternehmen befassen&#8230;</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2009-11-10%2Fwirtschaftskriminalitaet-als-komoedie-der-informan%2F&amp;linkname=Wirtschaftskriminalit%26%23228%3Bt%20im%20Kino%20-%20%26%238220%3BDer%20Informant%26%238221%3B" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach BGH-Urteil: Versicherungsschutz f&#252;r Compliance-Officer?</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-11-03/nach-bgh-urteil-versicherungsschutz-fuer-compliance-officer/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 20:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

		<category><![CDATA[compliance-officer]]></category>

		<category><![CDATA[haftung]]></category>

		<category><![CDATA[versicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (siehe ausf&#252;hrlicher Bericht hier) klingeln bei vielen Compliance-Officern die Alarmglocken. Selbst wenn Sie nicht direkt in kriminelle Machenschaften in ihrem Unternehmen involviert sind, k&#246;nnen sie in Zukunft aufgrund ihrer &#8220;Garantenpflicht&#8221; strafrechtlich belangt werden.
Es besteht also die Gefahr, dass Compliance-Officer pers&#246;nlich unversehens in den Fokus strafrechtlicher Ermittlungen geraten. Diese schadlos zu &#252;berstehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (<a href="http://compliancer.de/home/2009-10-22/compliance-officer-in-den-knast/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">siehe ausf&#252;hrlicher Bericht hier</a>) klingeln bei vielen Compliance-Officern die Alarmglocken. Selbst wenn Sie nicht direkt in kriminelle Machenschaften in ihrem Unternehmen involviert sind, k&#246;nnen sie in Zukunft aufgrund ihrer &#8220;Garantenpflicht&#8221; strafrechtlich belangt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es besteht also die Gefahr, dass Compliance-Officer pers&#246;nlich unversehens in den Fokus strafrechtlicher Ermittlungen geraten</strong>. Diese schadlos zu &#252;berstehen, erfordert nicht nur eine saubere Weste, sondern auch die besten Anw&#228;lte. <span id="more-252"></span>Oft verlangen diese aber Stundens&#228;tze im hohen dreistelligen Bereich. Dazu kommen in den zu erwartenden langwierigen Ermittlungen weitere Kosten f&#252;r Reisen oder Honorare f&#252;r Sachverst&#228;ndige und Gutachten. Kommt es zu einer Einstellung des Ermittlungsverfahrens, bleibt der Betroffene oft auf vielen dieser Ausgaben sitzen. </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Derartige Kosten k&#246;nnen durch eine Strafrechtsschutzversicherung abgefangen werden.</strong> Diese werden von allen gr&#246;&#223;eren Versicherungsunternehmen angeboten und tragen in der Regel Anwaltshonorare, Reisekosten, Gerichtskosten und weitere Auslagen wie f&#252;r die oben genannten Gutachten. Die Beitr&#228;ge sind als Betriebskosten absetzbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bei einer derartigen Versicherung sind jedoch einige Punkte zu beachten:</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Bei einer Verurteilung wegen Vorsatz f&#228;llt der Versicherungsschutz meist weg, die Versicherung fordert dann die gezahlten Vorsch&#252;sse zur&#252;ck.</li>
<li>Bu&#223;gelder und Geldstrafen werden von der Versicherung meist nicht &#252;bernommen.</li>
<li>Unterschiede gibt es in dem zeitlichen Versicherungsschutz. Teilweise sind darin Handlungen vor Vertragsabschluss enthalten, teilweise nicht.</li>
<li>Einige Versicherer bieten Sonderdienstleistungen wie 24-Stunden-Hotlines an.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Allgemein kann eine derartige Versicherung ein guter Schutz f&#252;r den &#8220;Notfall&#8221; strafrechtlicher Ermittlungen darstellen. Keineswegs sind sie allerdings ein Ersatz f&#252;r effektive Compliance-Ma&#223;nahmen.</strong> Stellen sich n&#228;mlich in einem Verfahren die vorgebrachten Vorw&#252;rfe als berechtigt heraus und es kommt zu einer Verurteilung des Compliance-Officers, hilft eine Versicherung meist auch nicht viel weiter. Selbst wenn die Auslagen f&#252;r das Verfahren ersetzen werden sollten, besteht im Verurteilungsfall kein Schutz gegen die Strafe und damit verbundene negative Folgen, z.B. f&#252;r die Reputation des Betroffenen.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2009-11-03%2Fnach-bgh-urteil-versicherungsschutz-fuer-compliance-officer%2F&amp;linkname=Nach%20BGH-Urteil%3A%20Versicherungsschutz%20f%26%23252%3Br%20Compliance-Officer%3F" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Compliance - Was ist das &#252;berhaupt?</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-11-01/compliance-was-ist-das-ueberhaupt/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
		<comments>http://compliancer.de/home/2009-11-01/compliance-was-ist-das-ueberhaupt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 20:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[begriff]]></category>

		<category><![CDATA[compliance]]></category>

		<category><![CDATA[definition]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht selten beginnt eine Compliance-Diskussion bereits mit Einzelfragen, ohne vorher &#252;berhaupt die Grundlagen zu kl&#228;ren. Was also verbirgt sich hinter dem Begriff Compliance?
Allgemein wird meist die Pflicht zur Befolgung der „relevanten Regeln“ im Unternehmen unter „Compliance“ verstanden. Neben dieser Pflicht umschreibt der Begriff Compliance aber auch die organisatorische Sicherstellung der &#220;bereinstimmung des Handelns der Mitarbeiter mit relevanten Vorschriften. 
Diese &#8220;relevanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-227" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/11/fragezeichen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Nicht selten beginnt eine Compliance-Diskussion bereits mit Einzelfragen, ohne vorher &#252;berhaupt die Grundlagen zu kl&#228;ren. Was also verbirgt sich hinter dem Begriff Compliance?</p>
<p style="text-align: justify;">Allgemein wird meist die <strong>Pflicht zur Befolgung der „relevanten Regeln“</strong> im Unternehmen unter „Compliance“ verstanden. Neben dieser Pflicht umschreibt der Begriff Compliance aber auch die <strong>organisatorische Sicherstellung der &#220;bereinstimmung des Handelns der Mitarbeiter mit relevanten Vorschriften. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Diese &#8220;relevanten Vorschriften&#8221; k&#246;nnen drei verschiedene Dimensionen umfassen</strong>. Ohne Zweifel sind die f&#252;r das Unternehmen geltenden Gesetze relevant. Oft ist die rein rechtliche Dimension einer <strong>Legal Compliance</strong> dabei allerdings nur ein, wenn auch wichtiger, Ausgangspunkt f&#252;r den Compliance-Begriff. Weitere Normen, mit welchen die &#220;bereinstimmung innerhalb des Unternehmens sichergestellt werden sollen, sind gesellschaftliche Regeln und allgemeine ethische Wertvorstellungen als <strong>(Societal) Compliance </strong>sowie interne Grunds&#228;tze, Vorgaben und Richtlinien der Zentrale als <strong>Richtlinien-Compliance</strong>. <span id="more-221"></span>Legal Compliance ist unumstrittenerweise in einem demokratischen Rechtsstaat Pflicht des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, Verfehlungen werden durch den Staat verfolgt und geahndet. Weniger verbindlich ist die Societal Compliance als moralische Wertvorstellung. Die Richtlinien-Compliance schlie&#223;lich ist jedem Unternehmen selbst &#252;berlassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht immer sind jedoch alle drei Dimensionen auch im Compliance-Begriff in Unternehmen enthalten</strong> bzw. in einer Compliance-Abteilung zusammengefasst. Die Deutsche Bahn versteht z.B. alle drei Dimensionen unter Compliance:  „Compliance beinhaltet die Befolgung und Einhaltung aller Vorschriften, die Grundlage f&#252;r Integrit&#228;t im Gesch&#228;ftsverkehr sind: Rechtsnormen, interne Anweisungen und Richtlinien, aber auch ethische Grundregeln“. Andere Unternehmen sehen Compliance nur als Legal Compliance und ordnen die beiden anderen Dimensionen auch organisatorisch anderen Abteilungen zu. W&#228;hrend Societal Compliance oft dem Bereich Corporate Social Responsibility zugerechnet wird, geh&#246;rt die Einhaltung der internen Richtlinien oft in den Bereich Organisation. </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Compliance-Instrumente</strong>“ oder &#8220;<strong>Compliance-Ma&#223;nahmen</strong>&#8220; sind alle betrieblichen Vorkehrungen mit dem Ziel, die volle Compliance (in der jeweiligen Definition) des Unternehmens zu erreichen. &#8220;Compliance-Programme&#8221; sind in diesem Sinne eine Ansammlung von verschiedenen Einzelma&#223;nahmen, die in ihrer Gesamtheit &#8220;Compliance&#8221; erreichen sollen. Eine gesetzliche Vorschrift, nach der ein Unternehmen zur Einf&#252;hrung von bestimmten Compliance-Instrumenten ausdr&#252;cklich angehalten w&#228;re, besteht in Deutschland allerdings nicht. Mitunter wird versucht, eine derartige Pflicht aus verschiedenen weiteren Regelungen abzuleiten (Z.B. f&#252;r Aktiengesellschaften aus <a href="http://www.webarchiv-server.de/gesetze/struck.asp?detail=true&amp;gesetz=aktg&amp;aufschlagen=93" target="_blank">§§ 93 Abs. 1 AktG</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem in der Praxis wird <strong>Korruption oft als einer der entscheidenden Ausl&#246;ser f&#252;r die Notwendigkeit von Compliance </strong>bezeichnet. Als Beispiel kann wieder eine Aussage der Deutsche Bahn angef&#252;hrt werden: „Korruption f&#252;gt erheblichen Schaden zu. So kommt Compliance eine immer gr&#246;&#223;ere Bedeutung zu.“ Tats&#228;chlich definiert sich Korruption meist auch als abweichendes Verhalten innerhalb eines organisatorischen Kontextes, wobei oft noch weitere einschr&#228;nkende Bedingungen hinzu kommen, so dass <strong>Korruptionsbek&#228;mpfung in Unternehmen als eine Untergruppe von Compliance</strong> bezeichnet werden kann. <strong>Compliance selbst wird hingegen oft als eine Untergruppe von Corporate Governance</strong> verstanden.  Ein weiterer verwandter Begriff ist Wirtschaftskriminalit&#228;t, was alle Verst&#246;&#223;e gegen die Wirtschaftsordnung und damit viele der als non-compliant aufgefassten Sachverhalte umfasst. Im allgemeinen Verst&#228;ndnis bildet Wirtschaftskriminalit&#228;t allerdings meist nur die rechtliche Legal Compliance Dimension ab. Selten wird als Synonym f&#252;r Compliance auch noch der deutsche <strong>Begriff &#8220;Komplianz&#8221; verwendet</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Einf&#252;hrungen in die Begrifflichkeiten &#8220;Compliance&#8221; und &#8220;Compliance-Management&#8221; finden sich in allen der </strong><a href="http://compliancer.de/home/literatur/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_self"><strong>hier angef&#252;hrten B&#252;cher</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Neben dieser betriebswirtschaftlichen Definition von Compliance gibt es auch noch weitere Bereiche, in denen der Begriff mit teilweise v&#246;llig unterschiedlicher Bedeutung verwendet wird. Sehen Sie dazu die Hinweise zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Compliance_(Medizin)" target="_blank">Compliance in der Medizin</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Compliance_(Physiologie)" target="_blank">Compliance in der Physiologie</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steifigkeit" target="_blank">Compliance in der Mechanik</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cross_Compliance" target="_blank">Cross Compliance</a>.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcompliancer.de%2Fhome%2F2009-11-01%2Fcompliance-was-ist-das-ueberhaupt%2F&amp;linkname=Compliance%20-%20Was%20ist%20das%20%26%23252%3Bberhaupt%3F" target="_blank"><img src="http://compliancer.de/home/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Corporate Integrity Handbook</title>
		<link>http://compliancer.de/home/2009-10-31/rezension-fighting-corruption/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[anti-korruption]]></category>

		<category><![CDATA[Korruption]]></category>

		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Fritz Heimann und François Vincke: 
Fighting Corruption – International Corporate Integrity Handbook
International Chamber of Commerce 2008
ISBN 978-92-842-0013-9; 310 Seiten; 74,99 Euro
Zu beziehen z.B. &#252;ber Amazon
 
Die gro&#223;e Leistung dieses bei der Internationalen Handelskammer in englischer Sprache erschienen Buches ist es, einen hervorragenden &#220;berblick &#252;ber internationale Anstrengungen zur Bek&#228;mpfung von Korruption in der Wirtschaft zu bieten. Dabei wird der Themenbereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-194" src="http://compliancer.de/home/wp-content/uploads/2009/10/fighting-corruption-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Fritz Heimann und François Vincke: <br />
Fighting Corruption – International Corporate Integrity Handbook</strong></p>
<p>International Chamber of Commerce 2008<br />
ISBN 978-92-842-0013-9; 310 Seiten; 74,99 Euro</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; font-size: 12pt; mso-bidi-font-family: Calibri; mso-ansi-language: EN-US;" lang="EN-US"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/9041131841?ie=UTF8&amp;tag=compliancer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=9041131841" target="_blank">Zu beziehen z.B. &#252;ber Amazon</a></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;"><span style="font-size: 12pt; mso-ansi-language: EN-US;" lang="EN-US"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;">Die gro&#223;e Leistung dieses bei der Internationalen Handelskammer in englischer Sprache erschienen Buches ist es, einen hervorragenden &#220;berblick &#252;ber internationale Anstrengungen zur Bek&#228;mpfung von Korruption in der Wirtschaft zu bieten. <span id="more-190"></span>Dabei wird der Themenbereich durchg&#228;ngig in einem leicht verst&#228;ndlichen Ton und mithilfe zahlreicher teils hochaktueller Zitate und Beispiele pr&#228;sentiert. Dies geschieht jeweils unter Bezug auf die g&#228;ngigen internationalen Konventionen (OECD, UN) mit einer Reihe von Checklisten, einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und konkreten Ma&#223;nahmen sowie guten Kurz-Zusammenfassungen am Ende jedes Abschnittes. Den Schluss bildet ein etwa 100-seitiger Anhang, welcher die ICC-Richtlinien sowie die Anti-Korruptions-Konventionen von OECD, UN und Europarat im Wortlaut abdruckt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;">
<p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;">Die internationale Ausrichtung des Buches ist dabei St&#228;rke und Schw&#228;che zugleich. Auf der einen Seite erh&#228;lt man einen guten Einblick in die globalen Strategien der Korruptionsbek&#228;mpfung in der Wirtschaft, von der Gesetzgebung in Neuseeland &#252;ber Regeln zu Unternehmensspenden an Parteien in Frankreich bis zu den Whistleblowing-Richtlinien von Honeywell. Als konkrete Handlungsmodelle f&#252;r ein lokales Unternehmen im spezifisch nationalen Kontext sind solche Beispiele andererseits nat&#252;rlich nur bedingt geeignet.</p>
<p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;">F&#252;r alle, die aufgrund des doch recht stolzen Preises einer Anschaffung z&#246;gerlich gegen&#252;ber stehen, sei auch auf die im Internet kostenlos erh&#228;ltliche Kurzfassung „Combating Extortion and Bribery: ICC Rules of Conduct and Recommendation“ verwiesen. Diese stand auch Pate f&#252;r die ebenfalls kostenfrei im Internet erh&#228;ltliche deutschsprachige Brosch&#252;re „Korruption bek&#228;mpfen: Ein ICC-Verhaltenskodex f&#252;r die Wirtschaft“, welche von der Internationalen Handelskammer Deutschland gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag ver&#246;ffentlicht wurde (<a href="http://compliancer.de/home/tools/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_self">den Link zum kostenlosten Download des Verhaltenskodex finden sie hier</a>).</p>
<p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;"> </p>
<p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-line-height-alt: 10.0pt; mso-hyphenate: auto;"><a href="http://compliancer.de/home/literatur/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_self">Weitere interessante B&#252;cher zum Thema Compliance finden Sie hier.</a></p>
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		<title>F&#252;hrt mehr Kontrolle zu mehr Compliance?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 16:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[compliance]]></category>

		<category><![CDATA[Crowding-out]]></category>

		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage nach dem idealen Kontrollniveau im Unternehmen ist auf den ersten Blick einfach zu beantworten: So viel wie m&#246;glich, so lange dies mit einem vertretbarem finanziellen Aufwand realisierbar ist! Tats&#228;chlich scheinen die Kontrollen in der Compliance-Organisation oft einer einfachen Faustformel zu folgen: &#8221;Mehr Kontrolle f&#252;hrt zu mehr Compliance&#8221;.
Dass diese Gleichung nicht immer aufgehen muss, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse der letzten Jahre. Demnach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Frage nach dem idealen Kontrollniveau im Unternehmen ist auf den ersten Blick einfach zu beantworten: So viel wie m&#246;glich, so lange dies mit einem vertretbarem finanziellen Aufwand realisierbar ist! Tats&#228;chlich scheinen die Kontrollen in der Compliance-Organisation oft einer einfachen Faustformel zu folgen: &#8221;Mehr Kontrolle f&#252;hrt zu mehr Compliance&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass diese Gleichung nicht immer aufgehen muss, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse der letzten Jahre.<span id="more-171"></span> Demnach kann mehr Kontrolle genau zu dem Gegenteil der erw&#252;nschten Wirkung f&#252;hren. Dieses in der Wissenschaft als &#8220;crowding out&#8221; bezeichnete Ph&#228;nomen l&#228;sst sich an einem einfachen Beispiel deutlich machen:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Crowding Out&#8221; von ehrlichem Verhalten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Denken Sie an die unterschiedlichen Verfahren, Kaffe im B&#252;ro zu verkaufen. Eine M&#246;glichkeit ist es, eine Kaffeekasse aufzustellen und nach dem Vertrauensprinzip die Kaffee-Trinker zu bitten, den Betrag x f&#252;r eine selbst entnommene Tasse zu entrichten. Eine andere M&#246;glichkeit ist ein Kaffeeautomat, welcher nur gegen Bezahlung Kaffee ausgibt. Besteht eine ausreichende Ehrlichkeit der Mitarbeiter, werden beide Methoden zu dem gleichen Ziel einer Bezahlung f&#252;hren - einmal ohne (Kaffeekasse) und einmal mit (Automat) Kontrolle.  Das gleiche gilt f&#252;r Compliance-Ma&#223;nahmen: Diese k&#246;nnen auf die Ehrlichkeit der Mitarbeiter vertrauen oder die Einhaltung der Regeln durch Kontrollen sicherstellen. </p>
<p style="text-align: justify;">Interessant wird das ganze jedoch f&#252;r den Fall einer Fehlfunktion des Kaffeeautomatens. Gibt dieser versehentlich das eingezahlte Geld und den Kaffee zur&#252;ck, wird sich jeder &#252;ber den kostenlosen Kaffee freuen. Auf die Idee, diesen trotzdem noch zu bezahlen, kommt dagegen niemand. Der Automat hat versagt, die Folgen davon werden von den Mitarbeitern nicht mehr als die eigene Verantwortung angesehen. Bei einem Versagen der Kontrolle fallen die Mitarbeiter also nicht auf das Prinzip Ehrlichkeit zur&#252;ck. Ganz im Gegenteil haben sie nun &#252;berhaupt keine Skrupel mehr, einen eigenen Vorteil zu realisieren. Auch dies kann wieder auf Compliance-Ma&#223;nahmen &#252;bertragen werden: Sind die Kontrollen unvollst&#228;ndig oder l&#252;ckenhaft, werden Mitarbeiter diese M&#228;ngel ohne Skrupel ausnutzen. Vorher m&#246;glicherweise existierende innere Verpflichtungen bestehen in einem strikten Kontrollumfeld nicht weiter fort. Dieser Verlust an Ehrlichkeit bei Einf&#252;hrung von Kontrollen wird als &#8220;crowding out&#8221; bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Konsequenzen f&#252;r Compliance-Ma&#223;nahmen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">F&#252;r Compliance-Ma&#223;nahmen bedeutet dieses Argument, dass Unternehmen entweder ganz auf intrinsische Anreize (also die Motivation und Ehrlichkeit der Mitarbeiter) oder ganz auf extrinsische Anreize (Kontrollen) setzen sollten. Zwischenl&#246;sungen mit unvollst&#228;ndigen Kontrollen scheinen durch den &#8220;crowding out&#8221; Effekt weniger optimal zu sein. Da v&#246;llige Kontrolle schwierig und teuer ist, bieten sich Ma&#223;nahmen zur Festigung der intrinsischen Anreize (z.B. Schulungen) an. Deren Wirkung wird aber meist nur langfristig sein. Zudem wird ein Compliance-Management ohne Kontrollen f&#252;r einigen Erkl&#228;rungsbedarf sorgen. Das &#8221;crowding out&#8221;-Argument k&#246;nnte f&#252;r derartige Erkl&#228;rungen aber einen Ansatzpunkt darstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu der oben genannten Argumentation gibt es eine Vielzahl von akademischen Ver&#246;ffentlichungen. Sollten Sie daran interessiert sein, z&#246;gern Sie nicht Informationen dazu unter <a href="mailto:info@compliancer.de#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">info@compliancer.de</a> abzufragen.</p>
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